Auswirkungen auf unser Erwachsenenleben


1. Alte, unverarbeitete Verletzungen, Wunden und Mangelerfahrungen

Wir haben im Laufe unserer Kindheit und Jugendzeit immer wieder auch negative Erfahrungen machen müssen. Der Eine mehr, der Andere weniger. Bewusst oder unbewusst haben Menschen aus unserem Umfeld, besonders unsere Eltern, Dinge getan oder gesagt, die uns im Innersten verletzt haben. Oder wir hätten eine bestimmte Art von Zuneigung gebraucht, die wir so nicht bekommen haben.

 

Für eine gesunde und stabile Beziehung zu uns selbst, ein gesundes Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl ist es notwendig, dass diese tief verankerten, alten Verletzungen, Wunden und Mangelerfahrungen bewusst gemacht werden, um sie dann zu heilen bzw. loslassen zu können.

 

Geschieht dies nicht, ist unser Leben wie ein Haus ohne Fundament. Es fehlt die innere Stabilität, um mit all den Gegebenheiten des Lebens zurecht zu kommen und um wahre innere Zufriedenheit zu erfahren.

 

Das Innere Kind heilen und in den inneren (Seelen-) Frieden kommen:

 

Dein Weg der Inneren Transformation.

2. Verdrängte Gefühle wie Angst, Wut, Traurigkeit, Zweifel, Ohnmacht, Scham- und Schuldgefühle

Wenn wir als Kind unsere natürlichen Empfindungen, Gefühle und Bedürfnisse nicht kennen lernen durften, in dem wir sie nicht (er) leben, nicht spüren und nicht zulassen durften, stehen sie uns als Erwachsener oft im Weg. Sie nehmen noch einen sehr großen Raum in unserem Unterbewusstsein ein, und übernehmen in vielen Situationen das Steuer, ohne dass wir darauf großen Einfluss haben. 

 

Eltern können ihrem Kind nur so viel Bindung geben und ihnen nur so stabil begegnen, wie sie es selbst subjektiv erlebt haben bzw. das Erlebte verarbeitet haben. Und auch nur so viel an Gefühlen zulassen, wie sie es bei sich selbst zulassen können. Wenn sie selbst keine oder nur schwer Gefühle zulassen können, können sie es auch bei ihrem Kind nicht aushalten / "ertragen". Kinder spüren das und passen sich dementsprechend an. Oder sie machen genau das Gegenteil. Sie rebellieren und wollen so auf diese Missstände aufmerksam machen.

 

Folgende Aussagen werden von Eltern sehr oft, wenn auch unbewusst, geäußert:

  • „Hab keine Angst. Dafür gibt es keinen Grund!“
  • „Du musst nicht traurig sein. Schau mal was ich hier für dich habe…“
  • „Nun ist aber gut.“
  • „Warum weinst du denn schon wieder?“
  • „Jetzt hör doch mal auf zu heulen…“
  • "Sei nicht so bockig..."
  • „Du bist ständig so….“
  • „Das halte ich nicht mehr aus mit dir…“
  • Auch besonders die vielen nonverbalen Prozesse haben Einfluss...(bestimmte Blicke und Reaktionen, ablehnende Haltung, Ignoranz, strengerer Ton, mitleiderregendes, verantwortungsloses Verhalten…)

Kinder spüren, wie viel die Eltern „ertragen“ und wie sehr sie die Persönlichkeit ihres Kindes „aushalten“ oder annehmen können. Darauf stellen sie sich unbewusst / automatisch ein. (Fremde Verantwortung)

 

Unter solchen Umständen kann ein Kind nicht lernen, mit sich selbst gut in Kontakt zu bleiben und gesund und natürlich mit seinen Gefühlen und Bedürfnissen umzugehen. Dabei gehören sie genauso zu uns wie unser Körper und unser Geist. Kaum einer wäre auf die Idee gekommen, dem Kind zu vermitteln, dass es gefälligst den Arm oder den Verstand nicht zu nutzen hat. Bezogen auf die Gefühle wurde genau das aber oft verlangt.

 

So erleben wir als Erwachsener oft folgendes:

Wir begegnen anderen Menschen und verschiedenen Situationen. Manches macht uns glücklich. Manches zieht einfach vorbei. Und manchmal fühlt es sich nicht gut an.

Es macht etwas mit uns. Es verunsichert uns. Es fühlt sich unangenehm an. Wir fühlen uns nicht wohl. Oft wissen wir noch nicht, was es genau ist. Wir empfinden Angst. Wut oder Traurigkeit. Zweifel oder Ohnmachtsgefühle. Schuld und Schamgefühle. Wir fühlen uns in Frage gestellt. In unserer Denk,-und Verhaltensweise ... In unserem ganzen Sein. Es schmerzt und fühlt sich vielleicht wie eine Vernachlässigung, eine Gefahr oder Bedrohung an. Doch selten besteht eine wirkliche Gefahr. Sie ist meist in uns selbst.

 

Wir versuchen unserem Verstand nach als Erwachsener diese Situation zu lösen. Mit der Denk- und Verhaltensweise die uns zur Verfügung steht. Doch oft geraten wir dabei an unsere Grenzen und reagieren unangemessen. In solchen Momenten werden wir darauf hingewiesen, dass wir noch unverarbeitete Themen und verdrängte Gefühle in uns haben. Sind diese nicht geheilt und aufgelöst wurden zeigen sie sich in solchen Situationen in Form unseres unbewussten Egos. Es sind sozusagen unsere alten Verletzungen, die wir noch nicht entsprechend geheilt haben und die sich auf diese Art und Weise immer wieder bemerkbar machen.

Wir können nur dann wirklich erwachsen und eigenverantwortlich reagieren, wenn wir anfangen uns unseren alten, noch unverarbeiteten Themen zu stellen. Indem wir anfangen wahrzunehmen, wann wir uns wieder unangemessen, also nicht erwachsen, verhalten haben und bereit sind, uns mit der dahinterliegenden Ursache auseinanderzusetzen. Äußere Dinge, Praktiken, Methoden o.ä. können lediglich eine Unterstützung sein um diesen Weg der Inneren Transformation zu gehen. 

3. Unsere (unbewusst übernommenen) Denk,- und Verhaltensmuster, Glaubenssätze, Konditionierungen

Empfindest du dich selbst als nicht liebenswert? Denkst du, dass du so wie du bist, nicht gut genug, richtig oder wertvoll bist? Hast du das Gefühl, jemand sein, etwas leisten oder beweisen zu müssen, um Wertschätzung zu erhalten? Gehst du davon aus, die Erwartungen anderer (auch unausgesprochen) erfüllen zu müssen?

Wenn du das bestätigen kannst, geht es dir wie vielen anderen Menschen, die noch mit einigen alten Glaubenssätzen und Konditionierungen aus ihrer Kindheit und Vergangenheit zu kämpfen haben.

Als Kind haben wir diese unbewusst auf uns bezogen. Wir haben uns automatisch den (auch unausgesprochenen) Erwartungen und Bedingungen unserer Eltern oder anderen Bezugspersonen angepasst, da wir auf deren Liebe, Fürsorge und Zuneigung angewiesen waren. Diese angenommen Denk- und Verhaltensweisen haben uns als Kind geschützt, um mit den Gegebenheiten zurecht zu kommen. Je mehr wir inneren Verletzungen, negativen Erlebnissen und Mangelerfahrungen ausgesetzt waren, die nicht sofort geklärt oder geheilt wurden, um so mehr hat sich dieses Ego-Muster von unserem wirklichen Ich entfernt. In unserem Leben als Erwachsener steht es uns im Weg, um ein wirklich freies, erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen zu können. 

 

Im Laufe der Zeit hat sich unser unbewusstes Denk,- und Verhaltensmuster entwickelt. Eine Kombination aus unserem Charakter, also unserer Grundstruktur und dem was wir subjektiv erlebt und erfahren haben. Besonders großen Einfluss auf die Entwicklung von unseren Denk,- und Verhaltensmustern war der Umgang mit den 3 wesentlichen Grundbedürfnissen:

  • Wie geschützt, behütet und versorgt habe ich mich gefühlt?
  • Wie habe ich Zuneigung und (bedingungslose) Liebe erfahren?
  • Wie wurde ich wahrgenommen / ernst genommen?

 

Eine unserer größten Urängste ist die Angst vor der inneren Leere. Wir verbinden diese innere Leere mit dem Gefühl, nicht(s) wert zu sein oder nicht zu wissen, wer wir eigentlich wirklich sind. Das verunsichert uns. Es erzeugt Verzweiflung und Angst. Angst davor die "Kontrolle" zu verlieren.

Wir fürchten uns vor dem Schmerz, der sich zeigen könnte, wenn all die noch gespeicherten, verdrängten, nicht verarbeiteten Gefühle, alten Verletzungen und Kränkungen aus der Kindheit hoch kommen. Wir gehen davon (unbewusst) aus, dies nicht aushalten ja regelrecht "überleben" zu können.

 

Das hat zur Folge, dass wir uns meistens in einer Opfer-Haltung bewegen, dessen wir uns zum größten Teil nicht bewusst sind. Unser gesamtes Denk,- und Verhaltensmuster als Erwachsener ist dann wie folgt aufgebaut:

  • Wir brauchen Anerkennung und Zuspruch von anderen / von außen.
  • Wir vermeiden es abgelehnt zu werden oder auf Wiederstand zu stoßen.
  • Wir übernehmen keine Eigenverantwortung. Wir suchen immer einen Schuldigen und stellen Erwartungen und Bedingungen an den anderen
  • Wir wollen uns mit den Ursachen nicht auseinander setzen und lenken uns von uns selbst ab. Zum Beispiel in dem wir uns einen „Liebesersatz“ suchen oder mit einer falschen / auferlegten Identität versuchen jemand zu sein, der wir in Wirklichkeit nicht sind. Wir verdrängen unsere alten Verletzungen, Mangelerfahrungen oder unterdrückten Gefühle und versuchen sie zu überspielen oder zu ersetzen zum Beispiel durch:

Durch künstliche Glücksgefühle, Bedürfnisbefriedigungen bis hin zu Süchten in Form von: Alkohol, Drogen, Kaufen / Konsum (Diebstahl), Glücksspiele, Essen, Schönheit (Magersucht, Bulimie…). Das sind die bekanntesten und auffälligsten.

 

Unser unbewusstes Ego hat viele Strategien um uns vor dieser gefürchteten inneren Leere zu "schützen", damit wir den Schmerz umgehen, ihn nicht spüren und anschauen müssen. Wir bleiben lieber in unserem unbewussten Ego-Muster. Weil es uns vertraut ist, weil wir uns da sicher fühlen, auch wenn wir dadurch eingeschränkt sind und uns selbst nicht wirklich leben können.

Somit sind wir von unserem wahren Ich getrennt und abgelenkt.

 

Dabei wollen wir von Herzen genau das: Uns selbst entdecken, leben und lieben. Wir wollen einfach genau so geliebt und angenommen werden, wie wir auf diese Welt gekommen sind.

 

Es geht am Ende immer um die eine Suche, die sich auch in Süchten wiederspiegelen kann:

 

Der Suche nach unserem wahren Ich, nach uns selbst.

Es ist die ewige (Sehn-) Sucht… nach Liebe. Bedingungsloser (Mutter-) Liebe!

 

Viele unserer Denk- und Verhaltensweisen spiegeln unsere unverarbeiteten Kindheitserlebnisse wieder. Situationen und zum Teil andere Menschen, die uns an frühere Verletzungen, Enttäuschungen aus der Kindheit oder andere negative Erfahrungen erinnern verunsichern uns. Wir können dann nicht angemessen erwachsen also eigenverantwortlich und selbstbestimmt reagieren.

 

Solange wir diesen negativen Gefühlen, diesen Ängsten, diesen Zweifeln…dieser inneren Leere ausweichen, wird unser Denken, Fühlen und Handeln davon (unbewusst) gesteuert.

 

Erst wenn wir es schaffen unsere Altlasten (unverarbeitete Verletzungen und negative Erfahrungen aus der Kindheit) zu heilen und dass dadurch entstandene Egomuster (auferlegte Glaubenssätze und Konditionierungen) mit all seinen Blockierungen (Angst, Scham, Schuldgefühle) zu hinterfragen und loszulassen, und uns anfangen so zu akzeptieren wie wir wirklich sind, bekommen wir das Selbstwertgefühl / Selbstvertrauen was wir brauchen, damit wir wieder unser wahres wichtigstes Gut nutzen können:

Unseren freien Willen!

 

Vereinfacht ausgedrückt bedeutet es:

 

Wir müssen die angelernten Dinge wieder verlernen.

  • Was gehört wirklich zu dir und was wurde dir auferlegt?

 

 Dein Weg der Inneren Transformation

 

Er ist die Umwandlung unseres angst- und egogesteuerten Selbst in das wahre, authentische Ich / Höhere Selbst. Er führt uns von der Angst und den Zweifeln in die Liebe und in das Vertrauen.

Er befreit. Er ist der Weg zu uns selbst und einem erfüllten, selbstbestimmten Leben.

 

Es ist das Licht, die Liebe und der Frieden in uns,

der uns da erwartet, wenn wir für unseren Weg der inneren Transformation bereit sind.

 

 

Er besteht aus 3 wesentlichen Schritten:

 

1. Erkennen

 

2. Heilen

 

3. Wachsen

 

 

Gerne unterstütze ich Dich dabei.