Unser Lebensweg


Wenn wir das Licht der Welt erblicken...

Der Lebensweg unserer Seele vom Baby zum Erwachsenen: Bedürfnisse, Einflüsse und Auswirkungen.

... sind wir im Urvertrauen. Wir gehen davon aus, mit allem was wir benötigen versorgt zu werden.

 

... sind wir mit uns selbst EINS und auf ganz natürliche Art und Weise mit uns selbst, der Natur und allem was ist verbunden. Wir unterscheiden nicht nach gut und böse. Wir kennen keine Bewertungen und keine Dualität / Trennung.

 

... haben wir einen natürlichen Drang uns selbst und die Welt um uns herum zu entdecken, zu erfahren und zu erleben. Wir wollen wachsen, im Außen wie im Innen und mit einer gesunden Neugier unser Leben kennen lernen.

 

 

... haben wir ein gesundes Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Wir nehmen uns so an wie wir sind.

Wir SIND.

 

Eine Seele im Körper eines Menschen.


Eine individuelle Persönlichkeit: Mischung aus Erbanlagen, Veranlagungen und Charakter (Seelenstruktur / Archetyp):

Temperament, Intelligenz, Begabungen, Aussehen... (siehe auch: Typologie)

 

Reine, Bedingungslose Liebe

 

Wir bringen einen großen Teil unserer Persönlichkeit schon mit. Wir sind ein Individuum, eine einzigartige Mischung aus den Genen und Erbanlagen unserer Eltern und der Struktur unserer Seele / unseres Charakters. Wir sind ein geistiges Wesen in einem physischen Körper. Wir sind EINS mit unserem Körper, unserer Seele und unserem Geist.

 

Unsere Seele umfasst alles was und wer wir wirklich sind. All unsere Sehnsüchte, unsere innere Begeisterung, unsere wahre Leidenschaft, unser natürlicher Antrieb, unsere tiefe Freude und bedingungslose Liebe sind die Essenz unserer Seele. Wir sind geboren, um unsere ganz eigenen und individuellen Erfahrungen als Mensch zu erleben. Und dadurch in unserer seelischen Reife zu wachsen.


Unsere Grundbedürfnisse

  • Nahrung / Schlaf / Freiraum zum Atmen
  • Schutz und Raum und Zeit, um uns selbst und das Umfeld entdecken und erleben zu können
  • Liebe und Geborgenheit erfahren in Form von: Nähe, Zuwendung / Zuneigung / Anerkennung / Aufmerksamkeit / Wertschätzung, als gesunde Bindung zur Mutter / Vater, später dann zu uns selbst

Nach diesen Bedürfnissen streben wir (un)bewusst unser ganzes Leben lang.

 

Bekommen wir in den ersten Lebensjahren genug und in der richtigen Art und Weise davon, empfinden wir sie als selbstverständlich und brauchen umso weniger im späteren Leben diesen aus der frühen Kindheit stammenden Bedürfnissen nachlaufen. Wir haben gelernt, darauf zu vertrauen, dass wir sie bekommen und sie auch weiter geben können.

Wenn dies nicht geschieht, entwickelt sich in diesen Bereichen ein Ungleichgewicht, eine (Verhaltens-) Störung, ein Egomuster oder eine nicht kontrollierbare (Sehn) Sucht.


Einflüsse auf unsere Entwicklung

 

Kennst du dieses Gefühl, dass du dich in einer Situation gerade nicht wohl fühlst?

Du bist unsicher, traurig, wütend oder ängstlich und fühlst dich nicht wirklich verstanden von deinem Umfeld? Deine Reaktionen sind in diesem Moment nicht angemessen bzw. geben nicht deinen wahren inneren Zustand wieder? Es fühlt sich wie Verzweiflung an, da du etwas empfindest, was du in dem Moment auf der Erwachsenen-Ebene nicht klären kannst?

 

Das ist ein Zeichen dafür, dass unser Innenleben und unser Außenleben gerade nicht miteinander hamonieren. Wir sind nicht in unserem Gleichgewicht, nicht bei uns selbst.

Unsere Seele will uns darauf hinweisen, dass da ein Thema noch nicht verarbeitet ist. Es möchte sich zeigen, um geheilt bzw. aufgelöst werden zu können.

Wir "überspielen" in diesem Moment unser wahres Ich mit unserem auferlegten Ich (unbewusstes Ego). Damit kannst du vielleicht den anderen noch etwas vormachen und bekommst somit, die für das unbewusste Ego notwendige Aufmerksamkeit oder Anerkennung. Du kannst aber niemals dich selbst belügen. In deinem Unterbewusstsein ist alles gespeichert, was du jemals erlebt oder erfahren hast. Es löscht niemals irgendetwas.

 

Auf dem Weg unserer Seele / der Entwicklung unserer Persönlichkeit sind wir vielen verschiedenen Einflüssen ausgesetzt. Diese beeinflussen unser Denken, Fühlen und Handeln und dementsprechend unsere gesamte Persönlichkeitsentwicklung.

Dabei ist folgender Einfluss der wesentlichste:

 

Unsere Herkunft:

 

Unsere Eltern (oder andere enge Bezugspersonen) und unsere Familiengeschichte

 

Folgende Faktoren sind dabei entscheidend:

  • Erlebnisse während der Schwangerschaft / der Geburt: Wie ist die biologische / neurologische Entwicklung? Gibt es vielleicht Fehlentwicklungen? (die meisten Störungen entstehen nicht im Mutterleib sondern während der Geburt).
  • Wichtigste Basis für eine gesunde Bindung zu sich selbst und seinem Umfeld und dementsprechend für die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit ist die Bindung / Beziehung zu unseren engsten Bezugspersonen, in erster Linie zur Mutter. Je enger und stabiler dieser Kontakt ist, umso mehr kann das Baby Kontakt zu sich selbst aufbauen, zu seinen Gefühlen, Gedanken und Handlungen. Je mehr die Mutter als engste Bezugsperson am Anfang instinktiv auf die Bedürfnisse des Babys eingeht und ihm zugewandt ist, weil sie eine gesunde Beziehung zu sich selbst hat, umso mehr kann das Baby eine gesunde Bindung und Beziehung zu sich selbst und seinem Umfeld aufbauen.

Das ist die Basis für Urvertrauen in unsere Fähigkeiten, unsere Eigenschaften…zu uns selbst und anderen. Wenn diese Bindung nicht von Anfang an da war, hat ein Baby / Mensch schon eine erhöhte Schwierigkeit, in guten Kontakt mit sich selbst zu bleiben. Natürlich ist es möglich, dass sich noch einiges verbessert, wenn es trotz vielleicht schwierigem Start in einem umsorgenden, liebevollen und zugewandten Umfeld aufwächst (z.B. in dem sich die Mutter entwickelt oder eine liebevolle Ersatzfamilie sich kümmert), und es erlebt, dass man auf seine Bedürfnisse in gesundem Maße eingeht. Die prägendste Zeit aber ist die Bindung bereits während der Schwangerschaft sowie nach der Geburt, insbesondere bis zum 3. Lebensjahr. Darauf wird alles aufgebaut.

  • Doch auch in dem liebevollsten Zuhause werden wir je nach Typ unsere Eltern subjektiv wahrnehmen, all die Situationen die wir erleben und unterschiedlich interpretieren und unsere Glaubenssätze / Grundmuster daraus bilden. Wir werden Erwartungen auf uns beziehen und unsere eigene Identität bilden. So entwickelt sich unser ICH. Wir DENKEN: DAS BIN ICH. Dabei haben wir unser wahres ICH teilweise verdrängt.

Was uns (un-) bewusst vermittelt / suggeriert / übertragen wurde:

  • Alte Paradigmen / Dogmen:

„Das macht man so... / Das war schon immer so... / Das haben wir schon immer so gemacht… / Das ist einfach so… / Das soll so sein…“

 

  • Glaubenssätze / Grundeinstellungen:

Du sollst…/ Du solltest… / Du musst… / Du kannst doch nicht… / Du darfst nicht… / Das musst du…“

 

  • Erwartungshaltungen an uns (in Verbindung mit Bedingungen):

„Ich erwarte von dir… / Wenn du das so machst / dich so verhältst / dich so nicht verhältst, dann hat Mama dich lieb; ist stolz auf dich; ist für dich da…“

 

  • Auferlegte Identität:

„Sei nicht immer so… / Gib dir Mühe…/ Du bist wie…“

 

Diese Botschaften laufen auch oft nonverbal ab (Kinder aber spüren genau, was ihre Eltern erwarten).

 

 

AUßERDEM:

  • Alte Strukturen, Denkweisen, Lebensmodelle
  • Unverarbeitete Muster / Traumata, die weiter gegeben wurden

 

Weitere Einflüsse

  • Das Umfeld wie z.B. Kindereinrichtungen / Schule / Freunde / Nachbarn
  • Der Wohnort (Land, Stadt,- oder Dorf)
  • Die Umwelt / das Klima
  • Einzelne einschneidende Erlebnisse
  • Die Zeit und die Gesellschaft, in der wir aufwachsen

Auswirkungen auf unsere Persönlichkeit

  • Der Umgang mit unseren (Grund-) Gefühlen und Bedürfnissen, die wir als Kind oft nicht wahrnehmen bzw. angemessen leben durften / konnten oder verdrängt haben, haben wir auf die unterschiedlichste Art und Weise unter Kontrolle gebracht. Wir haben nicht gelernt wie wir auf gesunde Art und Weise mit ihnen umgehen können und gehen davon aus, dass die Gefühle uns überwältigen könnten. Wir bringen unsere negativen Erfahrungen damit in Verbindung und wollen diese verständlicherweise nicht wieder durchleben. Wir haben Angst, diese nicht aushalten zu können oder unkontrolliert zu erleben.
  • Entstehung von einem Selbstbild / einer geglaubten Identität / dem unbewussten Ego, welches oft nicht mit der Realität übereinstimmt. Es sollte uns als Kind schützen und für die notwendige Zuwendung sorgen, um mit den Gegebenheiten zurecht zu kommen. Wenn wir erwachsen sind steht es uns oft im Weg.
  • Subjektive Sichtweise und Blickwinkel auf das Leben, der geprägt ist von den gesamten Einflüssen
  • Verlust des Vertrauens in uns selbst / die Verbindung, Beziehung zu uns selbst / in das Göttliche in uns / unsere innere Stimme / das Höhere Selbst / spiritueller Geist / Intuition…
  • Egogesteuerte Denk,- und Verhaltensmuster…unterschiedlich ausgeprägt, je nach Charakter-Typ

das Niedere Selbst / trügerisches Selbstbild / unbewusste Ego agiert, handelt und entscheidet aus der Angst heraus

→ das Höhere Selbst …entscheidet und handelt in Liebe

  • Wir durften als Kind oft nicht so sein, wie und wer wir wirklich waren. So versuchen wir auch noch als Erwachsener so zu sein, wie wir glauben sein zu müssen. Wir versuchen unsere jeweilige "Rolle" zu erfüllen, um uns als wertvoll und liebenswert zu empfinden und das Gefühl zu haben "in Ordnung" zu sein.

So gibt es zum Beispiel folgende überzeugte Idealisierung von sich selbst:

 

Die 9 Grundtypen (nach dem Enneagramm)

 

Ich habe recht / bin perfekt.

Ich helfe / bin hilfreich

Ich habe Erfolg / bin erfolgreich.

Ich bin anders / besonders.

Ich blicke durch / bin allwissend.

Ich tue meine Pflicht / bin loyal.

Ich bin glücklich / gut gelaunt.

Ich bin stark / gerecht.

Ich bin zufrieden / sorge für Harmonie.

 

Wir sind auf der Such(t)e…nach Liebe und Anerkennung. Denn wir spüren nicht mehr, dass wir es selbst sind, die sie in sich haben.


Die Rückkehr zu unserem wahren Ich

 

Durch den Weg der Inneren Transformation. Mit unserer eigenen inneren Kraft.

 

All die Ängste, Zweifel und inneren Blockaden wahrnehmen, annehmen, und loslassen. Jedes Mal fällt eine weitere anhaftende „Schicht" ab und macht den Weg frei für unser wahres Selbst, was wir schon immer waren und immer sein werden. Verbunden mit allem was ist, denn wir sind alle ein Teil vom Großen Ganzen.