Zeit des Erwachens - Teil 3

Immer mehr Menschen wird es BEWUSST, dass sie nicht „artgerecht“ leben.

In kleinen Systemen (Familie, Schule, Beruf...) wie in großen Systemen (Stadt, Land, Erde…) begehren die Menschen auf, um sich für ihre Freiheit und ihre Menschenwürde einzusetzen. Auf friedliche oder auch auf kämpferische Art und Weise.

 

Wir werden immer häufiger darauf aufmerksam gemacht, dass sehr vieles nicht mehr im Gleichgewicht ist: Kinder werden "auffälliger" und müssen „behandelt“ werden. Bei bisher gesunden Erwachsenen werden immer öfter psychische "Krankheiten" diagnostiziert, da sie nicht mehr genug „leistungsfähig“ sind. Oder sie fallen einfach aus dem System heraus, weil sie nicht mehr nur Leistung bringen können oder wollen. In den 33 höchst entwickelten Ländern nimmt die Einnahme von Antidepressiva und anderen (Leistungs-) Medikamenten stetig zu.

 

Wir haben als Menschheit viel erreicht und hervorgebracht und doch sind wir auf der Suche wie nie zuvor. Und das, was wir suchen, können wir nur bei uns selbst finden.

Nun ist die Zeit gekommen, wo immer mehr Menschen "aufwachen" und anfangen, alles um sich herum in Frage zu stellen. Die Ernährung, die Wirtschaft, die Regierung, das gesamte System…

 

Sie wollen, dass sich das System verändert. Aber wer ist denn "Das System"? Das System sind vor allem WIR MENSCHEN. Und das bedeutet: WIR MENSCHEN müssen alle unser Denken und Handeln in Frage stellen. Vielen Menschen ist (noch) nicht BEWUSST, dass in erster Linie sie selbst die wirkliche Veränderung hervorbringen können.

 

Wir sind bereit, alles zu verändern, doch am schwersten fällt es uns bei uns selbst. Weil es unbequem ist, weil es verunsichert und Angst macht. Aber genau aus diesem Grund funktioniert "Das System". Wir wollen ständig alles noch weiter entwickeln und erneuern. Entwicklung und Fortschritt sind die Schlagworte der Gegenwart.

 

Nur bei sich selbst neigen viele gerne noch dazu, zu sagen "Das ging doch bisher auch." Sie haben noch Angst, und sind sich dessen nicht bewusst. Ihnen fällt es noch schwer, hinzuschauen und sich selbst und alles, was mit ihnen zusammenhängt, in Frage zu stellen.

 

Sie leben (noch) in einer Art „Hypnoseschlaf“. Sie halten das Leben, welches vorwiegend aus folgenden drei Teilen besteht, für die gesunde Realität:

„Sie gehen arbeiten, lenken sich ab, und gehen schlafen“.  (Robert Beetz)

Sie können sich gar nicht mehr vorstellen, dass sie frei leben könnten. Sie sind der Meinung, der Mensch braucht Vorgaben und eine übergeordnete Struktur.

 

Man könnte sich fragen: Haben sich die Menschen damit abgefunden, wie es hier läuft? Wie sie ihr Leben gestalten? Wie „man“ es eben so macht? Ab und zu hört man noch Sätze wie:

„Da mussten wir auch durch. Es hat uns ja auch nicht geschadet.“

 

„Wird schon irgendwie gehen.“

 

„Man kann eben nicht nur Spaß im Leben haben…“

 

„So ist es eben… Da kann man nichts machen“

 

„Wir können es ja eh nicht ändern“

 

„Solange ich einigermaßen über die Runden komme"

 

"Man muss schon etwas leisten im Leben"

 

Wir kennen es bis jetzt nicht anders. Wir kündigen keinen Arbeitsplatz, wir trauen uns nicht, anderen zu sagen, dass wir etwas nicht wollen oder einfach zu sagen, was wir wollen. Wir lassen uns führen, leiten und denken wir sind frei. Wir haben gelernt, nach „oben“ zu schauen und abzuwarten, was "die da" entscheiden und ärgern uns, wenn sie nicht in unserem Sinne entscheiden.

 

Wir haben die Eigenverantwortung und unser freies Denken abgegeben. Generationen vor uns haben das schon getan. Sie haben es dementsprechend an uns weiter gegeben. Daher leben wir in Schuld und Angst. Wir haben immer das Gefühl, es jemandem recht machen zu müssen. Erwartungen erfüllen zu müssen. Pflichten erfüllen zu müssen. Damit wir die Berechtigung für ein glückliches Leben haben.

 

Wir ließen und lassen uns noch steuern durch unser auferlegtes Ego, das oft von Angst, Zweifel und Vernunft angetrieben ist. Das hat uns immer mehr von uns selbst entfernt. Und solange wir selbst noch alles kontrollieren und steuern wollen und in uns selbst nicht den inneren Frieden finden, solange sind wir auch weiterhin von anderen steuerbar und manipulierbar. Solange wir der "Sucht" unserer Muster unterlegen sind, sind wir nicht frei und selbstbestimmt.

 

Wie können wir das ändern?

 

Wir haben etwas, was uns von allen anderen Lebewesen unterscheidet und leider viel zu wenig genutzt wird:

 

Unseren freien Willen!

 

Wir können eigene Entscheidungen treffen, auch wenn uns das immer anders suggeriert wird. Wieder auf die eigene innere Stimme hören, sich selbst- bewusst- sein, sich selbst- vertrauen, an sich selbst glauben.

Sind wir bereit zu erfahren, was wirklich zu uns gehört oder was wir einfach nur noch mitschleppen / mitspielen?

 

Es ist möglich. Es gibt viele, die sich auf dem Weg befinden.

 

Wenn jeder seinen freien Willen / sein höheres Bewusstsein (wieder) entdecken würde, müsste diese Welt komplett neu "formatiert" werden. Und genau dafür bringen wir alles mit, wenn wir auf dieser Erde geboren werden. Nur wurde in der Vergangenheit alles dafür getan, dass wir das nicht erkennen. Wir glauben nicht daran, es selbst schaffen zu können, weil uns das von klein auf so vermittelt wurde. Ob von Eltern (denen es ebenfalls so beigebracht wurde) oder unserem Umfeld. Uns wurde das Gefühl vermittelt, wir brauchen immer irgendetwas von außen, um uns helfen zu können. Unsere gesamte Menschheitsgeschichte begründet sich darauf.

 

Jetzt ist die Zeit gekommen, uns dies alles bewusst zu machen. Wir sind von Jahrhundert zu Jahrhundert / von Generation zu Generation in unserem Bewusstsein gestiegen. Mit jeder neuen Generation kamen Veränderungen und Entwicklung. Auch jetzt ist das wieder so. Nur dass wir jetzt einen riesigen Sprung machen. Denn die jetzige Generation ist die, die nachfragt. Die alles hat und trotzdem sucht. Nämlich den wahren Sinn ihres Lebens und ihres Sein. So kommen wir nun immer mehr in unser Höheres Bewusstsein. Dem Gewahrsein von unserem Höheren Selbst / unserem wahren, authentischen Ich.

 

Erinnern wir uns: Das was wir uns heute in vielen Dingen bewusst sind und inzwischen für selbstverständlich halten, hätten die Menschen noch vor einigen Jahrzehnten für unmöglich gehalten oder es als Spinnerei abgetan. Wir benutzen heute Dinge, die man noch vor ein paar Jahrzehnten für Fiktion gehalten hat. Alleine das Internet und die moderne Kommunikation wären unvorstellbar gewesen.

 

Und wir gehen anders miteinander um. Wir sind uns heute schon viel mehr unseres Menschseins bewusst als in vielen Jahrhunderten zuvor.

 

Beispiele für neue Erkenntnisse und Veränderungen in den letzten Jahren:

 

  • Der Kontakt zwischen Erwachsenen und Kindern / Eltern und Kindern hat sich verändert. Kinder werden wahr und ernst genommen. Man hört ihnen zu und es wird auf sie eingegangen. Auch in vielen Einrichtungen wie Kita und Schule kann man es bereits beobachten. Die meisten wissen alleine schon aus eigenen Erfahrungen, wie wichtig das ist und wie sehr sie das als Kind vermisst haben. Natürlich läuft das noch nicht perfekt ab. Veränderungen geschehen nicht immer linear, sondern sind oft eine holprige Angelegenheit. Manche überfordern ihre Kinder noch, in dem sie sich mit ihnen auf eine Stufe stellen oder ihnen viel Leistung aufdrücken, weil sie selbst noch in der Angst sind, ohne Leistung nichts wert zu sein. Aber es ist eine große Veränderung zu früher und so wird auch das sich noch weiter verändern. Und eins kann man immer klar sagen. Was einmal bewusst ist, bleibt auch bewusst…
  • Viele Eltern wollen gerne ihre Kinder aus dem staatlichen Schulsystem nehmen, die Nachfrage nach alternativen Schulen ist enorm gewachsen. Denn immer mehr Eltern wollen nicht mehr, dass ihre Kinder nur die Schule überstehen und irgendwie durchkommen. Sie wollen, dass ihr Kind auch in seiner Persönlichkeit reifen und wachsen kann.
  • Junge Leute wollen erst einmal die Welt und sich selbst kennen lernen, bevor sie sich an einen festen Beruf und Familie binden. Sie lernen dabei, für sich selbst Entscheidungen zu treffen und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen.
  • Immer mehr Arbeitnehmer können oder wollen nicht mehr im Hamsterrad sich antreiben lassen. Ihnen wird Freizeit wichtiger, als mehr Geld zu verdienen. Es gibt inzwischen auch immer mehr Firmen, die das erkannt haben und darauf reagieren.
  • In Partnerschaften wird immer mehr bewusst, dass Frau und Mann keine klare Rollenverteilung leben müssen, sondern individuell ihren Lebensstil finden können.

Veränderungen sind deutlich spürbar. Immer mehr Menschen wollen ihren inneren Frieden finden. Sie wollen Zeit für sich und ihre Familie und Freunde und nicht mehr im Leistungsstress unter- bzw. kaputtgehen. Alternative Entspannungsmethoden, wie Wellness, Yoga oder Meditation werden immer beliebter.

Sie können einem behilflich sein, um in die eigene Kraft zu kommen, aber sie können die wirklich notwendigen Veränderungen nicht ersetzen.

 

Es gibt inzwischen viele Methoden, die uns das Leben erträglicher machen (auch daraus ist eine neue „Industrie“ entstanden). Aber nur eines macht das Leben wirklich lebenswert und zufrieden.

Wenn wir es so leben...

 

... wie wir es uns von Herzen wünschen.