Diese 3 wesentlichen Grundlagen können dir helfen, mit dir selbst in den Frieden zu kommen.

  

 1. Ein Kind ist niemals falsch. Es ist immer so, wie es ist, in Ordnung.

 

Ein kleiner junger Mensch, genannt Kind, wird geboren, um sich selbst, seine Fähigkeiten und Begabungen und das Leben zu entdecken. Dabei beobachtet es, wie andere Menschen, besonders die Eltern, auf es reagieren. Daraus zieht ein Kind seine Schlüsse.

 

Verhalte ich mich richtig?

Bin ich in Ordnung so wie ich bin?

Darf ich so sein, wie ich bin oder muss ich mich anders verhalten?

Bin ich es wert, einfach so geliebt zu werden?

 

Die Basis für eine gesunde und stabile Entwicklung ist, dass das Kind, sich selbst so annimmt wie es ist. Wenn ein Kind in seiner eigenen Entwicklung und in seiner natürlichen Persönlichkeit immer wieder interpretiert, bewertet oder eingeschränkt wird, trägt es auch als Erwachsener noch die Überzeugung in sich, falsch zu sein / sich falsch verhalten zu haben / nicht gut genug zu sein. So kann es auch kaum die Fähigkeit entwickeln, die Bedürfnisse und Grenzen anderer Menschen zu respektieren.

 

Alles, was ein Kind lernen soll zu tun, muss es selbst erfahren und vor allem von den Eltern vorgelebt bekommen.

 

Soll es andere achten und respektieren, muss es selbst geachtet und respektiert werden.

 

                        

 

2. Ein Kind hat das Recht, seine eigenen Erfahrungen zu machen.

Um sich selbst und sein Potenzial kennenzulernen und es zu entfalten.

 

Ein Kind lernt seine Bedürfnisse und Gefühle erst kennen. Es ist damit für den Moment überfordert. Wut, Angst, Traurigkeit, Freude. Es weiß damit noch nicht umzugehen. Genauso wie es erst lernen muss, mit seinen Armen und Beinen umzugehen, muss es das auch mit seinen Empfindungen und Bedürfnissen. Und das immer wieder neu im Laufe seiner Entwicklung. Jede Bewertung der Gefühle, Empfindungen und Bedürfnisse gibt dem Kind vor, wie es in Zukunft seine Gefühle und Bedürfnisse wahrnimmt und damit umgeht.

 

Auch seine eigenen Fähigkeiten und Begabungen möchte es entdecken und entfalten. Das geht nur, wenn ein Kind genug Freiraum dafür bekommt. Wenn es sich so viel wie möglich ausprobieren kann. Ohne ständige Vorgaben oder Bewertungen für das, was es tut. 

 

Wenn Eltern oder das Umfeld nicht damit klar kommen, müssen sie an sich selbst arbeiten und nicht an dem Kind.

 

Ein Kind muss einzig und allein lernen, dass es die Grenzen anderer Menschen, Lebewesen und die der Natur respektiert. Und das durch gesunde und stabile Erwachsene als Vorbilder.

 

 

3. Ein Kind ist niemals Schuld und verantwortlich.

 

Wenn es Probleme oder Schwierigkeiten gibt in der Familie, sucht ein Kind prinzipiell bei sich selbst die Schuld.

Nur das eindeutige und erwachsene Verhalten der Eltern kann dem Kind diese Last nehmen. Die meisten haben diese Entlastung nicht erlebt und leben daher noch als Erwachsener mit diesem Gefühl, für ihre Eltern und andere Menschen und deren Wohlbefinden verantwortlich zu sein. Sie wollen nicht ihre Eltern belasten, weil sie auf diese angewiesen waren. Sie trauen sich auch als Erwachsener oft nicht, etwas zu tun oder zu sagen, was andere eventuell belasten oder verunsichern könnte. Das hat aber nichts mit natürlicher Rücksichtnahme zu tun, sondern mit Angst vor Ablehnung oder Kritik.

 

So leben auch noch viele Erwachsene mit diesem Gefühl, sich nicht in erster Linie um sich selbst, sondern um andere kümmern und bemühen zu müssen. Statt zu erkennen, dass sie als Kind vollkommen unschuldig, machtlos und keinesfalls verantwortlich waren. Um aber endlich wirklich frei zu sein, ist es unumgänglich sich zu erlauben, diese Schuld und Fremdverantwortung abzugeben. Auch die Eltern werden ihre Last getragen haben, ohne es sich bewusst zu sein. Nun muss diese Weitergabe von Schuld, Scham und Fremdverantwortung beendet werden.


 

Diese so wichtigen Grundsätze über die Entwicklung eines Kindes

müssen klar ausgesprochen werden.

 

Zum Einen, damit wir es bei den heutigen Kindern von Anfang an "richtig" machen und diese Weitergabe beenden. 

 

Zum Anderen, weil auf dieser Welt der Großteil aller Menschen mit dem Gefühl groß geworden ist, falsch zu sein. Dass sie so, wie sie sind, nicht richtig sind. Sie lehnen sich selbst ab, ohne dass es ihnen wirklich bewusst ist.

Da es so vielen so geht, ist das Verhalten, was dadurch entstanden ist (bekannt als das unbewusste Ego), so "normal" / selbstverständlich, dass viele Menschen sich zum Teil gar nicht vorstellen können, wie es anders gehen könnte.

 

In allen Teilen dieser Welt gab es in den letzten Jahrhunderten und bis heute Kriege, Elend und Armut. Das, was der Mensch von klein auf gebraucht hätte, um zu einem gesunden, stabilen und zufriedenen erwachsenen Menschen heranzuwachsen, konnte in den bisherigen Generationen nicht vermittelt werden.

 

Es ging bisher erst einmal um das Grundlegende, um was gekämpft wurde:

  • Das eigene Leben / die eigene Lebensberechtigung
  • Die eigene Existenz
  • Den eigenen Wert

Dem Menschen wurden von Geburt an folgende Normen vermittelt:

  • Leiste etwas, um dazuzugehören und etwas wert zu sein.
  • Füge dich ein / passe dich an, um nicht ausgegrenzt oder gar bestraft zu werden.
  • Verhalte dich so, wie es von dir erwartet wird.

Da es seit Generationen so läuft, gibt es kaum eine wirklich erwachsene, innerlich stabile und gesunde Gesellschaft. Wir kennen es nicht anders und haben uns daran gewöhnt.

 

Könnte man meinen. Sichtbar wird das Ganze jedoch dadurch, dass wir nicht wirklich glücklich und zufrieden sind und die meisten Menschen das Gefühl haben, das Leben ist ein K(r)ampf. Und so wird das Leben vieler Menschen gesteuert vom unbewussten Ego, statt von Herz und Seele.

 

Jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir genau das ändern können.

 

 

Autorin: Antje Jacobs

 

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